Vorratsdatenspeicherung 2026: Schützt ein VPN deine IP-Adresse?
Das deutsche Kabinett hat im April 2026 einen Gesetzentwurf zur IP-Vorratsdatenspeicherung beschlossen. ISPs sollen IP-Adressen 3 Monate lang speichern. Wir erklären, was das für dich bedeutet, was ein VPN schützt — und was nicht.
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Das Bundeskabinett hat am 22. April 2026 einen Gesetzentwurf gebilligt, der eine anlasslose IP-Adress-Speicherung für 3 Monate vorsieht. Internetanbieter müssten festhalten, welche IP-Adresse zu welchem Zeitpunkt welchem Anschluss zugeordnet war.
Wichtig: Der Entwurf muss noch durch Bundestag und Bundesrat. Frühere Vorratsdatenspeicherungs-Versuche (2010, 2015) wurden vom Bundesverfassungsgericht und dem EuGH gestoppt. Das Gesetz ist noch nicht in Kraft.
Was dein ISP sieht — mit und ohne VPN
| Datenpunkt | Ohne VPN | Mit VPN |
|---|---|---|
| Deine echte IP-Adresse | sichtbar | verborgen — ISP sieht VPN-Server-IP |
| Besuchte Websites | bei unverschlüsselter Verbindung sichtbar | komplett verborgen (verschlüsselt) |
| Verbindung zu VPN-Anbieter | — | sichtbar (ISP weiß, du nutzt ein VPN) |
| Uhrzeit der Verbindung | gespeichert | gespeichert (Verbindung zum VPN-Server) |
| Datenmenge | sichtbar | sichtbar (Gesamtvolumen, nicht Inhalt) |
| DNS-Anfragen | sichtbar (wohin du gehst) | verborgen (DNS über VPN-Tunnel) |
Fazit: Ein VPN verbirgt, was du tust — aber nicht, dass du ein VPN nutzt.
Was ein VPN bei der Vorratsdatenspeicherung konkret verändert
Ohne VPN speichert dein ISP: "Um 19:47 hat Anschluss 188.40.12.xx eine Verbindung zu netflix.com aufgebaut." Mit VPN steht in der ISP-Datenbank nur: "Um 19:47 hat Anschluss 188.40.12.xx eine verschlüsselte Verbindung zu einem NordVPN-Server in Frankfurt aufgebaut." Was danach passierte, ist dem ISP nicht bekannt.
Geschichte der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland
Jeder bisherige VDS-Versuch in Deutschland und der EU scheiterte an Gerichten. Der aktuelle Entwurf dürfte erneut juristisch angefochten werden.
Worauf es beim VPN für Datenschutz ankommt
Die besten VPNs gegen Vorratsdatenspeicherung
Alle drei haben ein unabhängiges No-Logs-Audit, RAM-only Server und Firmensitz außerhalb der EU:
NordVPN
€3,99 pro Monat · 2-Jahres-Plan · 45 Tage Geld-zurück
- No-Logs auditiert von PwC — kein einziger Verbindungseintrag gefunden
- RAM-only Server: nach Neustart keine Daten mehr vorhanden
- Firmensitz in Panama — außerhalb EU-Datenspeicherungspflichten
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ExpressVPN
€6,67 pro Monat · 1-Jahres-Plan · 30 Tage Geld-zurück
- TrustedServer-Technologie — alle Server laufen nur im RAM
- No-Logs-Politik von KPMG bestätigt
- British Virgin Islands — keine EU-Vorratsdatenpflicht
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Surfshark
€2,19 pro Monat · 2-Jahres-Plan · 30 Tage Geld-zurück
- No-Logs-Audit von Deloitte 2023 durchgeführt
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Alternativ: Mullvad VPN — schwedischer Anbieter, kein Konto, kein Logging, Barzahlung möglich. Kein Affiliate-Link.
Häufige Fragen
Was speichert mein ISP bei der Vorratsdatenspeicherung?
Nach dem Kabinettsbeschluss vom April 2026 sollen Internetanbieter IP-Adressen und deren Zeitstempel für 3 Monate speichern. Gespeichert wird: welche IP-Adresse zu welchem Zeitpunkt welchem Anschluss zugewiesen war. Nicht gespeichert werden Inhalte (welche Seiten du besucht hast) — nur die Verbindungsdaten.
Schützt ein VPN vor der Vorratsdatenspeicherung?
Teilweise. Dein ISP speichert die IP-Adresse deines VPN-Servers statt deiner echten IP. Er sieht, dass du eine verschlüsselte Verbindung zu einem VPN-Anbieter aufbaust — aber nicht, welche Websites oder Dienste du danach nutzt. Entscheidend: Dein VPN-Anbieter darf selbst keine Logs führen, sonst ist der Schutz wertlos.
Ist die Vorratsdatenspeicherung 2026 schon in Kraft?
Der Kabinettsbeschluss vom April 2026 ist ein Gesetzentwurf — er muss noch durch Bundestag und Bundesrat. Ob und wann das Gesetz in Kraft tritt, ist noch offen. Frühere Versuche der Vorratsdatenspeicherung wurden mehrfach vom Bundesverfassungsgericht und dem EuGH gestoppt.
Welche VPNs schützen am besten vor Vorratsdatenspeicherung?
VPNs mit geprüfter No-Logs-Politik und RAM-only Servern bieten den stärksten Schutz. NordVPN wurde von PwC auditiert (kein Log gefunden), Mullvad von Assured AB (2024). Entscheidend ist, dass der VPN-Anbieter selbst außerhalb der EU sitzt oder nachweislich nichts speichert — dann gibt es keine Daten, die herausgegeben werden könnten.
Ist die VPN-Nutzung in Deutschland legal?
Ja. VPNs sind in Deutschland vollkommen legal. Es gibt keine Pflicht, auf Anonymisierung zu verzichten. Die Nutzung eines VPN schützt deine Privatsphäre und ist mit deutschem und EU-Recht vereinbar. Illegal ist nur, was du mit dem VPN machst — nicht das VPN selbst.
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